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Zucker für Kinder – Harmloses Spiel oder echtes Problem?

Welche gesunden Zuckerallternativen gibt es für Kinder?

Sind der tägliche Schokoriegel, das süße Getränk oder die Gummibärchen wirklich so schädlich für deine Kleinen wie es von einigen Seiten gerne behauptet wird? Wir erklären dir und deinen Kids was mit Zucker im Körper passiert und welche Alternativen helfen können.

Aber Moment mal: Was meinen wir denn mit diesem typischen Zucker? Klassischerweise sprechen wir von Haushaltszucker. Das ist ein Zweifachzucker, bestehend aus Glucose und Fructose. Diese zwei Zucker kennt man auch unter Glucose-Fructose-Sirup, Saccharose, Karamellsirup und weiteren Tarnnamen, die auf Zutatenlisten zu finden sind. Nicht zu verwechseln ist solcher Zucker mit anderen Kohlenhydraten wie denen in Brot oder Reis. Diese sind meist langkettige Zucker, dessen Bestandteile bei der Verdauung Stück für Stück freigesetzt werden.

Haushaltszucker und seine Synonyme verbergen sich in vielen Lebensmitteln. Sie werden gerne als Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker und auch Appetitanreger sogar in herzhafte Speisen gepackt. Vielleicht erinnert ihr euch daran, dass die Eltern oder Großeltern beim Kochen auch in jede herzhafte Speise einen Teelöffel Zucker geschüttet haben - für den Geschmack.

Damit kommen wir zum ersten Problem: Zucker schleicht sich in viele Lebensmittel ein, wodurch der Konsum pro (Kinder)Kopf stark steigt. Zurzeit sind wir bei einem ungefähren Konsum von 33,8 Kilogramm pro Jahr pro Kopf, das sind etwa 93 Gramm Zucker jeden Tag. Die tägliche Empfehlung liegt bei maximal 50 Gramm pro Tag, inklusive aller Zucker in Nahrungsmitteln. Besonders Kinder und junge Erwachsene überschreiten diese Empfehlung deutlich. 100 ml Orangensaft enthalten beispielsweise 8 Gramm Zucker – und Säfte zählen zu den 50 Gramm dazu. Was meinst du, wie schnell man die Obergrenze erreicht hat?

Schön und gut, die Empfehlungen überschreiten die Kleinen schon mal.
Warum ist das überhaupt nachteilig für die Gesundheit?

Ein offensichtlicher Gesundheitsnachteil ist die Zahngesundheit. Zucker schädigt nachweislich die protektive Schicht deiner Zähne. Studien bestätigen, dass es Korrelationen zwischen hohem Zuckerkonsum, Karies und proentzündlichen Botenstoffen im Mund gibt [Ribeiro, C., Pachêco, C., Costa, E. L., Ladeira, L., Costa, J. F., da Silva, R. A., & Carmo, C. (2018). Proinflammatory cytokines in early childhood caries: Salivary analysis in the mother/children pair. Cytokine, 107, 113–117. https://doi.org/10.1016/j.cyto.2017.12.009.]. Diese Botenstoffe fördern Entzündungen, die in schlimmen Fällen ausarten können. Besonders durch die Fructose, Bestandteil des Haushaltszuckers, wird Säure gebildet, der den Zahnschmelz angreift.

Ein zweiter, oftmals nicht bedachter Nachteil von Zucker für deine Kinder ist die Darmgesundheit und -vielfalt. Ein hoher Zuckerkonsum kann das Verhältnis der Bakterien zueinander verändern. Das kann bis zu Verdauungsstörungen führen.

Zucker ist schonmal nicht mehr allzu positiv zu werten, oder?

Zudem wissen wir alle, dass Zucker Übergewicht fördern kann. Erschreckend ist der Anteil übergewichtiger Kinder in Deutschland: 9,5 Prozent der 3- bis 17-Jährigen sind übergewichtig, 5,9 Prozent davon sind sogar adipös, also stark fettleibig.

Kinder haben zudem einen schnelleren Stoffwechsel. Mit dem Eintritt in das Erwachsenenalter verlangsamt sich dieser Stück für Stück und es wird schwieriger sein Gewicht zu halten oder sogar abzunehmen. Übergewicht im Kindesalter ist demnach besonders ungünstig.

Übergewicht, starker Zuckerkonsum – Diese Faktoren sind schnell mit einer Krankheit in Verbindung zu bringen: Diabetes. Was passiert bei Zuckerkonsum eigentlich genau und wieso fördert übermäßiger Zuckerkonsum Diabetes?

Wenn dein Kind Zucker zu sich nimmt, zum Beispiel einen Schokoriegel zum Nachtisch, passiert als Erstes eines: Der Zucker gelangt in den Dünndarm, wo Saccharose in seine Bestandteile Fructose und Glucose geteilt wird. Diese werden über den Dünndarm ins Blut abgegeben. So steigt plötzlich der Blutzuckerspiegel stark an und der Körper reagiert. Nachdem wichtige Organe wie das Gehirn Zucker erhalten wird Insulin ausgeschüttet, sodass der Zucker in alle Zellen aufgenommen wird. Der Blutzuckerspiegel sinkt genauso schnell, wie er eben noch gestiegen ist. Deine Kids sind erst wach, aufgeregt und energiegeladen und von einem Moment auf den anderen wieder hungrig, quengelig und unausgeglichen. Das liegt in diesem Muster begründet.

Dauerhaft gewöhnen sich die Zellen an die hohe Insulinausschüttung und reagieren nicht mehr so stark auf das Hormon. Es wird mehr und mehr produziert und nach und nach bildet sich eine Insulinresistenz. Das bedeutet, die Zellen sind quasi resistent gegenüber dem Botenstoff Insulin und der Blutzuckerspiegel bleibt erhöht. Das ist der Einstieg in die Erkrankung Diabetes Typ 2, der oftmals schon als Kind oder Jugendliche/r geschaffen wird.

Wir dachten uns: So kann das nicht weitergehen. Wir sollten unsere Kinder nicht in die Falle laufen lassen und die Augen vor dem offensichtlichen Problem Zucker verschließen. Also suchten wir nach geeigneten Alternativen für Kinder, die gesundheitlich sogar positive Auswirkungen haben. Hast du schon von intelligenten Zuckern gehört?

Intelligente Zucker sind, genau wie die klassischen Zucker, Einfach- oder Zweifachzucker, die sich aber in ihrem Aufbau von Haushaltzucker unterscheiden. Jeder dieser Zucker hat Vorteile für die Gesundheit deiner Kleinen und dich. Zu den intelligenten Zuckern zählt die Galaktose, D-Tagatose, Isomaltulose und Trehalose. Wie können diese Zucker die Probleme deiner Kids denn lösen?

Thema Zahngesundheit: Die intelligenten Zucker haben keine negativen Auswirkungen auf die Zahngesundheit. Galactose reduziert sogar die Bildung von Zahnbelägen und beugt damit Karies aktiv vor [Lembke, A., & Pause, B. (1989). Uber die kariostatische Wirksamkeit von D(+)-Galaktose [Anticaries effectiveness of D(+)-galactose]. Zeitschrift für Stomatologie (1984), 86(4), 179–189.]. Isomaltulose und D-Tagatose tragen zudem zum Erhalt der Zahnmineralisierung bei.

Der Darm deiner Kinder profitiert auch von den intelligenten Zuckern. Die D-Tagatose, wir nennen sie auch den Darmzucker, wird nur zu geringen Teilen überhaupt verwertet. Der Rest gelangt in den Dickdarm und ist hier Futter für die Darmbakterien [Venema, K., Vermunt, S. H.F.Brink, E. J. (2009). D-Tagatose increases butyrate production by the colonic microbiota in healthy men and women. Microbiological Ecology in Health and Disease, 17, 47-57. https://doi.org/10.1080/08910600510035093]. Wusstest du, dass ein unausgeglichenes Darmmilieu auch die Stimmung beeinflussen kann?

Diabetes, Insulin, Blutzucker und Übergewicht – Wie schneiden die intelligenten Zucker ab?

Wenn wir den Blutzuckerspiegel ansehen, merken wir im Unterschied zu Haushaltszucker schnell eins: Die intelligente Zuckermischung lässt den Blutzuckerspiegel weniger langsam ansteigen und abfallen und sorgt auch insgesamt für einen konstant niedrigeren Blutzuckerspiegel. Auch die Insulinkurve ist dadurch deutlich flacher, was präventiv Diabetes verhindern kann.

Bei gemeinsamer Einnahme von Isomaltulose und Trehalose kann vermutlich die Fettverbrennung gesteigert werden. Das kann positive Auswirkungen auf Übergewicht und Fettleibigkeit haben [van Can, J. G., van Loon, L. J., Brouns, F., & Blaak, E. E. (2012). Reduced glycaemic and insulinaemic responses following trehalose and isomaltulose ingestion: implications for postprandial substrate use in impaired glucose-tolerant subjects. The British journal of nutrition, 108(7), 1210–1217. https://doi.org/10.1017/S0007114511006714].

Kurzum: Mit intelligenten Zuckern haben deine Kinder mehrere Vorteile gegenüber dem vorherigen Zustand. Nicht nur die Zähne, sondern auch der Darm und der Stoffwechsel profitieren von unseren intelligenten Zuckern. Was gibt es Einfacheres als deinen Kleinen einen leckeren Softdrink in die Hand zu drücken – mit dem Wissen, dass der care drink auch noch gesund ist?

Willst du noch mehr zu den einzelnen intelligenten Zuckern erfahren? Dann lese dazu unseren Blogbeitrag.